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Geschichte

1951 

Gründung der Rafael-Vereinigung 1955 bis zum Wohn- und Werkheim Sunnerain.

 

Im Jahre 1951 wurde auf privater Basis in Zürich eine kleine Sonderschule gegründet. An dieser Schule an der unteren Zäune in der Altstadt von Zürich, wurde in den Räumlichkeiten der Christengemeinschaft eine Gruppe von seelen-pflegebedürftigen Kindern unterrichtet. Im Laufe der Zeit fanden sich immer mehr Kinder ein. Die Platzverhältnisse gestatteten dort keinen weiteren Ausbau.

Im 1955 bildete sich ein Elternverein namens «Rafael-Vereinigung». Dieser stellte sich die Aufgabe, Institutionen und Initiativen mittragen zu helfen, welche sich auf der Grundlage der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, der Förderung und Betreuung seelenpflegebedürftiger Menschen widmeten.

 

1956 

Der dringende Bedarf für einen grösseren Schulraum führte schlussendlich 1956 zum Kauf der Villa an der Sonnenbergstrasse 55 in Zürich. Somit wurde die Rafael-Vereinigung zum Trägerverein der Rafael-Schule.

1968 

Aus betrieblichen Gründen hat die Rafael-Schule im 1968 einen eigenen Verein gegründet, welcher fortan Verein Rafael-Schule benannt wurde. Die Rafael-Vereinigung zog sich somit aus der Rafael-Schule zurück.

1975 

Im 1975 trat die Rafael-Vereinigung mit der Familie des verstorbenen Herr J.J. Derendinger in Verhandlung, um deren Villa in Uetikon am See für heilpädagogische Zwecke zu erwerben. Der Hauskauf kam zustande und somit konnte im Jahre 1977 der Betrieb mit dem Namen «Sunnerain» mit fünf BewohnerInnen starten.

1979

Im April 1979 übernahm Frau Christel Schneider bis zu ihrer Pensionierung im Sommer 1998 die Leitung des «Sunnerain». Ehrfurcht, Liebe und Interesse am werdenden Menschen waren die Leitlinien ihres Handelns, verbunden mit einer freilassenden Zusammenarbeit unter selbstständigen Mitarbeitenden. Herr Dr. med. Martin Fischinger übernahm die Aufgabe als Heimarzt, und das Ehepaar Ursula und Markus Brandenberger, ehemalige Leiter des benachbarten Bergheims, standen Frau Christel Schneider zur Seite. Ein halbes Jahr nach der Gründung des Sunnerain konnte der Betrieb weitere BewohnerInnen aufnehmen.

Zu den ersten BewohnerInnen gehörten: (Roland Bösch, Susanne Erne, Ernst Schneider, Corinne Plüss, Ronny Volkart, Nadja Kohler, Janette Meier, Anna Wirth und Rolf Schmid). Frau Christel Schneider konnte nebst ihrer Kompetenz auch auf die Mithilfe der Vorstandsmitgliedern zählen, und war somit für den pädagogischen und auch wirtschaftlichen Bereich verantwortlich. Das Haus war mit zwölf erwachsenen BewohnerInnen mehr als ausgelastet, sodass ein weiterer Bau in Erwägung gezogen wurde.

1985 

Wegen der grossen Nachfrage nach Heimplätzen für seelenpflegebedürftige Menschen hat die Rafael-Vereinigung im 1985 ein Erweiterungsbau für das Wohnen und für die Beschäftigung für weitere zwölf BewohnerInnen erstellt. Das Web-Atelier wurde im oberen Hause weitergeführt und im Werkstattgebäude eine Holz-, Töpferei- und eine Kerzenwerkstatt, sowie einen Saal eingerichtet. Mit diesem Erweiterungsbau haben bald schon zwanzig BewohneInnen Einzug gehalten, und die Mitarbeiterschaft musste dementsprechend erweitert werden. Eine Mitarbeiter-Konferenz wurde gebildet, welche die anstehenden Fragen gleichberechtigt im Gremium gelöst haben.

1998 

Frau Christel Schneider ging im Sommer 1998 in Pension, und war dem Sunnerain und den BewohnerInnen bis zu ihrem Tode im 2005 verbunden geblieben. Die Heimleitung übernahmen danach Franz Pandiani und Martin Frei. Anschliessend leitete Martin Frei den Sunnerain alleine, bis er im Sommer 2004 von Johannes Metz (Leitung Betrieb), Judith Wagner (Leitung Sozialpädagogik) und Viktor Siegrist (Leitung Administration) als Dreier-Heimleitung abgelöst wurde. Bald folgte ein weiterer Leitungswechsel. Herr Rainer Mattle hat im April 2005 die Betriebsleitung von Johannes Metz übernommen, und Viktor Siegrist wurde im November 2006 von Christian Müller als Leiter in der Administration abgelöst.

Neue Herausforderungen kamen auf den Sunnerain zu. Die BewohnerInnen werden älter, und die medizinische Betreuung der BewohnerInnen rückt mehr und mehr in den Vordergrund. Teilweise ist intensive Pflege erforderlich. Die Bewältigung der 79 Treppenstufen vom unteren zum oberen Haus wurde  für einige BewohnerInnen beschwerlicher. Diesen Herausforderungen hat sich die Rafael-Vereinigung gestellt, und ein weiteres Bauprojekt wurde in Angriff genommen.

2010 

Die alte Villa wurde abgerissen und an deren Stelle entstand ein moderner Neubau. Nach dem Ausscheiden von Christian Müller im 2010 wurde der Sunnerain von Rainer Mattle und Judith Wagner geleitet. Während dieser Zeit wurde die Gestaltungs- und Bauphase für den Neubau gefällt.

2011

Im Oktober 2011 konnte Herr Georgios Kalyvas als drittes Mitglied für die Heimleitung gewonnen werden. Es hat sich schnell gezeigt, dass Georgios Kalyvas die nötigen Fachkompetenzen und ein ausgeprägtes menschliche Einfühlungsvermögen für die Funktion als Institutionsleiter mitbringt. Ende 2011 hat Herr Rainer Mattle den Sunnerain verlassen, und die Dreier-Institutionsleitung wurde somit aufgehoben.

2012

Ab Januar 2012 hat Herr Georgios Kalyvas den Sunnerain als alleiniger Institutionsleiter übernommen. Als Stellvertreterin stand Ihm Frau Judith Wagner bis zu ihrer Pensionierung zur Seite. Sie war vor allem für den pädagogischen Bereich zuständig.

2018

Im Januar 2018, nach einer Rückschau auf die letzten sechs Jahre kann ausgesagt werden, dass der Betrieb sehr stabil und sehr gut geführt wird. Die Qualität in der Betreuung und im Bereich des Personals konnte massiv gesteigert werden, sodass Konflikte unter den Mitarbeitenden, welche früher sehr häufig entfacht sind, nicht mehr existieren. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde intensiviert, sodass der Bekanntheitsgrad des Sunnerain auch danke den sozialen Medien in den letzten Jahren gestiegen ist. 

Der Betrieb hat viele Erneuerungen erfahren dürfen. Auf Seiten der Informatik wurden neue Systeme angeschafft. Moderne elektronischen Tools stehen für die Bewirtschaftung von Bewohner- und Personaldaten im Einsatz. Des Weiteren wurde eine elektronische Zeiterfassung und ein Intranet zum Austausch von Informationen unter den Mitarbeitenden eingeführt, und weitere strukturelle Änderungen welche die Arbeit erleichtern vorgenommen.

2021

Im Oktober 2021 hat Georgios Kalyvas als Institutionsleiter sein 10-jähriges Jubiläum feiern können. Der Vorstand bedankt sich bei ihm für seine Treue und hervorragende Arbeit als Geschäftsführer. Als grosse Anerkennung für seine Arbeit wurde zum Ausdruck gebracht, dass Georgios Kalyvas den Sunnerain wesentlich geprägt, verbessert, und die Institution sehr attraktiv ausgebaut hat.

Den BewohnerInnen im Sunnerain werden einiges an ausserordentlichen Aktivitäten geboten. Die Institutionsleitung steht dafür ein, den BewohnerInnen auch weiterhin attraktive Wohn- und Beschäftigungsplätze zu bieten. Das Angebot an Therapien wie  z.B. Eurythmie, Musik, Sprachgestaltung, Physio usw. waren und sind dem Sunnerain bis heute wichtig, und werden daher auch unterstützt und gefördert.

2022

Mit laufenden Renovationen und Modernisierungen im und am Gebäude ist der Sunnerain zeitgemäss unterwegs. Im 2022 wurde das Thema der erneuerbaren Energien mit der Heimkomission besprochen. Obwohl der Sunnerain im Neubau über Erdsonden und Wärmepumpen verfügt, und auch ein Teil ihrer Warmwasserzubereitung mit Sonnenenergie angetrieben wird, soll in den nächsten Jahren die Oelheizung durch unweltfreundliche Wärmequellen ersetzt werden.